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Vom Auftauchen und Verschwinden

AudioVisuelle Imagination von Günther Reger und Wolf Nkole Helzle

Die große, mit kräftigen Farbflächen bemalte Leinwand wirkt fast wie ein Bühnenbild. In dem Raum dimmt das Licht nach einigen Minuten ab und auf den Flächen werden zunehmend bewegte Linien sichtbar, die sich hie und da als erkennbare Figuren ausweisen. Nach weiteren Minuten wird Schwarzlicht aktiviert und die projizierten Inhalte übernehmen die Flächen. Und dann geht das Licht langsam wieder an und es erscheint mehr und mehr das farbige Bild und die Projektionen verblassen. Reger steuert über seine eigens für dieses Projekt komponierte Musik eine weitere Ebene zum Gesamtwerk hinzu. Dauer einer Aufführung zirka 45 Minuten.

Günther Reger bemalte die Leinwand im Format fünf auf vier Meter unter anderem mit Leuchtpigmenten und gab der Arbeit eine dreidimensionale Bühnenbildwirkung. Wolf Nkole Helzle projiziert genau auf Regers Bildflächen seine einminütigen Videoclips, die den erlebten Alltag in vielfacher Weise spiegeln.

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In Günther Regers künstlerischen Arbeiten werden erkennbar eigene Ziele im Rahmen der allgemeinen Kunstentwicklung verfolgt. Seine Atelierräume in Küpfendorf sind vieles gleichzeitig: Musik- und Lichtstudio, Farblabor und Bühne für Bildinszenierungen. Ein Teil seiner Werke unterliegt dem Wandel, integriert den prozessualen Verlauf, der an der Bildfarbe erlebbar wird - die Basis bilden moderne, in der Malerei selten verwendete Leuchtpigmente, verändert durch künstliches und Tageslicht im Dunkelraum nach genau fixierter Zeitregie. Das Licht ist konstitutive Voraussetzung für die Farbe und ihre Änderung, für den Bildprozess, dem eigenwertiger Gehalt zukommt.

Der Medienkünstler Wolf Nkole Helzle arbeitet vorwiegend mit Fotografie, Video, Installationen und Performances. Ihn interessiert die Beziehung vom Einzelnen zum Ganzen. Sein Werk ist geprägt von Überlagerungen. Ebenfalls begleitet sein Schaffen von Anfang an die Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Genres, Stichwort Visual Music, mit der Frage: „Was oszilliert zwischen den unterschiedlichen Erscheinungsformen der Kunst, wenn sie gleichzeitig auftreten?“

Nach bereits einigen gemeinsamen Arbeiten in den vergangenen Jahren setzen sich die beiden Freunde im Jahr 2025 zusammen und beraten, ob und was sie in dieser Zeit wohl zu sagen haben könnten. Aus diesen Gesprächen entsteht der Wunsch, eine gemeinsame Arbeit zum Thema „vom Auftauchen und Verschwinden“ zu realisieren.

Dauer einer Aufführung zirka 45 Minuten.